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Annapurna Circuit
Über diesen Weg
Der Annapurna Circuit zählt zu den bedeutendsten Fernwanderwegen der Welt und führt in einem weiten Bogen um das Annapurna-Massiv durch Landschaften, die sich grundlegend voneinander unterscheiden — von subtropischen Flusstälern und terrassierten Dörfern über hochalpine Wüstensteppen bis zur Kali-Gandaki-Schlucht, einer der tiefsten Flussschluchten der Erde. Gurung- und Magar-Siedlungen in den unteren Lagen weichen tibetisch geprägten Gemeinschaften rund um Manang, bevor die Route den Thorong La überquert und in den windgemeißelten Canyon darunter hinabführt. Wer die Vielfalt von Himalaya-Ökosystemen und Bergkulturen in einer einzigen Wanderung erleben möchte, findet hier kaum eine vergleichbare Alternative. Das Gelände verändert sich entlang der Strecke grundlegend: gepflegte Steinpfade und Talpfade in den unteren Abschnitten gehen oberhalb von Manang in felsiges, exponiertes Terrain über, und der Thorong La kann außerhalb der Hauptsaison Schnee und Eis aufweisen. Akklimatisierung ist unbedingt notwendig — wer aus den Tälern zu schnell aufsteigt, setzt sich einem ernsthaften Risiko der Höhenkrankheit aus; ein vollständiger Ruhetag in Manang vor dem Passübergang ist gängige Praxis und keine bloße Vorsichtsmaßnahme. Die verlässlichsten Reisefenster sind Oktober bis November sowie März bis April; im Monsun drohen Erdrutsche in den Flusstälern, und der Pass ist im Hochwinter häufig durch Tiefschnee unpassierbar. Das Tea-House-Netz ist entlang der meisten Streckenabschnitte gut ausgebaut, sodass Zelt und Schlafsack nicht zwingend mitgeführt werden müssen — allerdings nehmen die Übernachtungsoptionen oberhalb von Manang merklich ab. Für alle ausländischen Wandernden sind eine TIMS-Karte sowie die Eintrittsgenehmigung für das Annapurna Conservation Area Pflicht; beide Dokumente lassen sich in Besisahar oder vor der Abreise in Kathmandu besorgen.
Abschnitte und Varianten
Distanz, Höhenmeter und Dauer stammen aus GPS-Aufzeichnungen der Community, nicht aus offizieller Beschilderung.